Jo in der linken Hand im linken Hanmi vor dem Körper (Grundstellung).
Bewegung
Der Richtungswechsel geschieht um den Jo herum. Der Jo wird dabei am Platz fixiert. Das Umsetzen der Füße erfolgt 1. öffnend (vorn) und 2. schließend (hinten). Die rechte Hand übernimmt den Jo während der Bewegung. Der Körper organisiert sich um die vertikale Achse herum und gleitet an ihr entlang in die neue Position. Die Übung ist sowohl für tenshin als auch für sudori möglich (siehe Videos).
Ende
Rechter Hanmi mit Jo in der rechten Hand vor dem Körper (Grundstellung).
tai sabaki mit achse
sudori mit achse
Die Übung mehrmals in beide Richtungen wiederholen. Nicht auf den Füßen drehen, sondern die Füße nacheinander umsetzen.
Die Übung kann körperlich erfahrbar machen, dass die vertikale Rotationsachse beim Richtungswechsel nicht im Körper verläuft, sondern außerhalb von ihm. Hier wird sie sichtbar als der fixierte Jo. Der Körper organisiert sich um die Achse herum. Diese Erkenntnis ist übertragbar auf viele andere Techniken im Ki-Aikido.
Jo in der linken Hand im linken Hanmi vor dem Körper (Grundstellung).
Bewegung
Der Richtungswechsel geschieht um den Jo herum. Der Jo wird dabei am Platz fixiert. Das Umsetzen der Füße erfolgt 1. öffnend (vorn) und 2. schließend (hinten). Die rechte Hand übernimmt den Jo während der Bewegung. Der Körper organisiert sich um die vertikale Achse herum und gleitet an ihr entlang in die neue Position.
Ende
Rechter Hanmi mit Jo in der rechten Hand vor dem Körper (Grundstellung).
tai sabaki mit jo als achse
Die Übung mehrmals in beide Richtungen wiederholen. Nicht auf den Füßen drehen, sondern die Füße nacheinander umsetzen.
Die Übung kann körperlich erfahrbar machen, dass die vertikale Rotationsachse beim Richtungswechsel nicht im Körper verläuft, sondern außerhalb von ihm. Hier wird sie sichtbar als der fixierte Jo. Der Körper organisiert sich um die Achse herum, rotiert also nicht selbst. Diese Erkenntnis ist übertragbar auf viele andere Techniken im Ki-Aikido.
Beitrag von Joachim Galow
Ma Ai (immer gleichen Abstand halten, auch in der Dynamik)
Kontakt zum Partner halten
Orientierung im Raum
Gefühl für den eigenen, sicheren Raum
Üben des Tenshin-Schritts (ursprünglich: Tenkan Undo)
Üben des unbeugsamen Arms
Vorbereitung
2 Partner stehen sich z.B. im linken Hanmi gegenüber. Der linke Arm wird locker, aber mit Ki ausgestreckt (unbeugsamer Arm). Die Hand hat dabei die Form Te Katana (Hand wie ein Schwert, kleine Fingerseite stabil).
Bewegung
Während der Tenshin-Bewegung, bei der die beiden Partner die Plätze tauschen, kommt die linke Hand an den Platz der rechten Hand und übernimmt den Kontakt. Der unbeugsame Arm und Te Katana werden die ganze Zeit aufrechterhalten.
Ende
Wie Vorbereitung, Positionen vertauscht.
tenshin hanmi dance
Beitrag von Iris Scanlon
Erlernen der halben Rolle rückwärts (Koho Tento Undo)
Entwickeln von Schwung zur Rückwärtsrolle
Motivation und viel Bewegung durch Ballspiel (besonders im Kindertraining)
Vorbereitung
A sitzt mit dem Rücken zu B und hält Ball mit den Füßen.
Bewegung
Variante 1: A wirft den Ball mit den Füßen rückwärts. B fängt den Ball und wirft ihn zurück (siehe Video). Variante 2: Beide Partner werfen mit den Füßen. Sie müssen sich dann jeweils umdrehen, um den Ball zu fangen. Variante 3 (Einzelübung): A wirft den Ball mit den Füßen rückwärts an eine aufgestellte Matte oder Wand und holt sich den Ball selbst zurück.
Ende
Wie Vorbereitung
affenball
Darauf achten, dass der Ball in hohem Bogen geworfen wird, damit die Füße möglichst nach oben zeigen (siehe Video). Man kann auch ein „Netz“ (z.B. mit Seil oder Jo) improvisieren, über das der Ball gehen muss. Wenn der Ball zu flach geworfen wird, zeigen die Füße nach hinten. Das würde jedoch die Rückwärtsrolle erschweren.
Beitrag von Roland Klimpel
Übung für Udemawashi Undo, Anwendung in vielen Aikido-Techniken
Arme fallen ohne Druck in der natürlichen Fallgeschwindigkeit
Vorbereitung
Übende/r steht im Shizentai und hält ein Objekt (z.B. Tennisball) in einer Hand über Kopf, Handfläche nach unten gerichtet.
Bewegung
Übende/r lässt den Ball los, die Hand fällt mit dem Ball nach unten und greift ihn in der tiefsten Position. Variation: A lässt auch den Körper mit fallen und fängt nun den Ball mit gebeugten Knien.
Ende
Der Abwärtsschwung wird so genutzt, dass die Ausgangsposition (Hand mit Ball über Kopf) mühelos erreicht wird.
free fall
Das Timing folgt der natürlichen Fallgeschwindigkeit. Den Körper mit diesem natürlichen Rhythmus zu bewegen, hilft bei vielen Aikidotechniken, nicht nur wo Udemawashi Undo mit im Spiel ist.
Beitrag von Roland Klimpel
Stressfreie Basisübung für Timing mit vielen Variationsmöglichkeiten
Der Titel lässt ahnen, dass sich die Übung besonders gut für Kindergruppen eignet.
Vorbereitung
Der / die Unterrichtende fertigt ein Pendel so: Ein Softball wird in einen Beutel gesteckt und der Beutel mit einem Gürtel o.ä. an den Halteschlaufen verlängert.
Bewegung
Variante 1: A lässt das Pendel in gutem Abstand vor B quer zu Bs Bewegungsrichtung pendeln. B muss nun den richtigen Moment abpassen, durchzugehen, ohne vom Pendel getroffen zu werden Variante 2: B muss mit Taisabaki (Richtungswechsel) durchgehen. Variante 3: A lässt das Pendel in Richtung auf B pendeln. B muss rückwärtsfallend dem schrecklichen Pendel entkommen.
Ende
B gelangt, ohne getroffen zu werden, auf die andere Seite.
Ball + Gurt + Tasche = Pendel
pendel des schreckens
Bei Kindergruppen sollte man den Schrecken des Pendels fantasievoll illustrieren („Wenn du getroffen wirst, wird ekliger, grüner Schleim aus dem Pendel quellen und dich einschleimen …“ o.ä.) So ein Pendel kann auch Teil eines Parcours sein, bei dem verschiedene Aikidoaufgaben zu lösen sind.
Beitrag von Roland Klimpel
Partnerübung für Udefuri Chuyako Undo
Koordination und Rhythmik aufeinander einstimmen
Partner synchronisieren Öffnen und Schließen
Gefühl für Nähe und Abstand in der Bewegung entwickeln
Bewegung in kontrollierter Dynamik üben
Vorbereitung
Partner stehen sich in ca. zwei Schritt Entfernung gegenüber. Hanmi, Arme in der Udefuri Form
Bewegung
Die Partner führen gleichzeitig Udefuri Chuyako Undo aus.
Fußarbeit: Der vordere Fuß öffnet maximal. Der hintere Fuß kommt maximal schließend nach vorn und springt von dort nach hinten ab. Dadurch dreht sich der Körper und nimmt die korrekte Distanz zum Partner ein.
Die Partner begegnen sich in der Mitte, ohne zusammenzustoßen.
Übung mit Zählen: 1,2 /1,2 /1,2 /3,4
Ende
Wie Vorbereitung, Positionen vertauscht.
drehtür
Darauf hinweisen: Nicht ausweichen, nicht kollidieren! Nicht auf den Füßen drehen. Erst nach hinten springen, nachdem der Fuß ohne Belastung umgesetzt wurde (siehe welle am strand) und ggf. die Drehbewegung im Sprung ohne Gewichtsbelastung vollenden.
Für zusätzliche Distanz kommt ggf. der mattenfeger zum Einsatz.
Beitrag von Iris Scanlon
Partnerübung für Shikko Undo
Koordination und Rhythmik aufeinander einstimmen
Partner harmonisieren ihre Bewegungen
Körperspannung und Koordination
Bewegung in kontrollierter Dynamik üben
Vorbereitung
2 Partner hintereinander, verbunden durch 2 Jo (in jeder Hand eines)
Bewegung
Fortbewegung auf der Matte im Shikko. Varianten: 1. Vorwärts und rückwärts laufen. 2. Ein Partner führt vorwärts oder rückwärts bzw. im Wechsel. 3. Keiner führt. 4. Ein Partner oder beide schließen die Augen bzw. im Wechsel. 5. Positionen vorn und hinten tauschen. 6. Partner gegenüber oder hintereinander. 7. Alle Varianten auch ohne Jo.
Ende
Wie Vorbereitung
lokomotive
Beitrag von Iris Scanlon
Udefuri Chuyako Undo im Shikko mit 2 Bokken
Training des komplexen Bewegungsablaufs
Variation von bokken wings, Koordination mit der Shikko-Dreh-Bewegung
Verdeutlichung von Raumwahrnehmung und Rhythmus
Vorbereitung
Hanmi im Kniesitz mit aufgestellten Füßen, Arme mit Bokken in Ausgangsposition für Udefuri Chuyako Undo.
Bewegung
Udefuri Chuyako Undo im Shikko mit 2 Bokken. Die Schneiden der Bokken zeigen stets nach außen. Jede Bewegung für sich ausführen und jeweils ruhig anhalten.
Ende
Wie Vorbereitung, Seiten vertauscht.
shikko bokken wings
Durch das Gewicht der Bokken muss die Bewegung der Arme präzisiert werden, um die Bokken horizontal halten zu können. Die Bokken-Schneide soll immer nach außen zeigen. Dazu müssen sich die Hände wie bei Udefuri Chuyako Undo „drehen“.
Wie bei bokken wings vergrößern die Bokken den Radius und damit den Raum der Bewegung. Bei shikko bokken wings kommt die Koordination mit der Shikko-Dreh-Bewegung hinzu.
Diese Übungseffekte übertragen sich auf die Übung ohne Bokken. Als Folgeübung empfiehlt sich daher zum unmittelbaren Vergleich Udefuri Chuyako Undo (stehend und sitzend).
Beitrag von Iris Scanlon
Udefuri Chuyako Undo mit 2 Bokken
Training des komplexen Bewegungsablaufs
Verdeutlichung von Raumwahrnehmung und Rhythmus
Vorbereitung
Aikidoka im Hanmi mit zwei Bokken
Bewegung
Udefuri Chuyako Undo mit 2 Bokken. Die Schneiden der Bokken zeigen stets nach außen. Jede Bewegung für sich ausführen und jeweils ruhig anhalten.
Ende
Aikidoka im Hanmi mit zwei Bokken in guter Haltung
bokken wings
Durch das Gewicht der Bokken muss die Bewegung der Arme präzisiert werden, um die Bokken horizontal halten zu können. Die Bokken-Schneide soll immer nach außen zeigen. Dazu müssen sich die Hände wie bei Udefuri Chuyako Undo „drehen“.
Die Bokken vergrößern außerdem den Radius und damit den Raum der Bewegung.
Diese Übungseffekte übertragen sich auf die Übung ohne Bokken. Als Folgeübung empfiehlt sich daher zum unmittelbaren Vergleich Udefuri Chuyako Undo. Siehe auch shikko bokken wings.
Ziel für die Füße bei der Rückwärtsrolle: Kick nach hinten oben (Schwung)
Einüben des Schwungs, dabei kontrollierte Beinführung
Spaß und Kontakt in der Partnerübung
Vorbereitung
2 Aikidoka sitzen im Agura mit dem Rücken zueinander, ca. zwei Beinlängen Abstand
Bewegung
Partner machen synchron die halbe Rolle rückwärts. Die Füße treffen in der Mitte zusammen. Dann zurückrollen.
Ende
Wie Ausgangsposition
backkick
Der Abstand zur Mitte sollte nicht zu groß sein, damit die Bewegung nicht horizontal wird.
Ein Aikidoka gibt das Signal zum Rollen. Beide Füße sollen nach oben in die Mitte zielen.
Beitrag von Iris Scanlon
Rückwärtsrolle aus geringer Höhe
Rollangst abbauen
Dem Körper vertrauen lernen
Nicht nachdenken – die Rolle „geschehen lassen“
Dynamik beim Rollen entwickeln
Stärkung der Arme und Schultern
Spaß an der Bewegung
Vorbereitung
Aikidoka sitzt am Mattenrand mit dem Rücken zur Mattenfläche. Die Beine sind aufgestellt. Die Hände stützen den Körper nach hinten ab.
Bewegung
Körpermitte anheben und auf Händen und Füßen rückwärts laufen. Aus der Dynamik der Rückwärtsbewegung heraus über eine Seite rollen. Aus der Rolle herauskommend sofort auf Händen und Füßen weiterlaufen – nächste Rolle einleiten.
Ende
Mattenende
spinnenlaufen
Beitrag von Iris Scanlon
Vorwärtsrolle aus geringer Höhe
Rollangst bei der Vorwärtsrolle abbauen
Dem Körper vertrauen lernen
Nicht nachdenken – die Rolle „geschehen lassen“
Dynamik beim Rollen entwickeln
Spaß an der Bewegung
Vorbereitung
Aikidoka steht auf Händen und Füßen an einem Ende der Matte.
Bewegung
Auf Händen und Füßen vorwärts laufen und aus der Dynamik der Bewegung heraus vorwärts rollen. Aus der Rolle herauskommend sofort auf Händen und Füßen weiterlaufen – nächste Rolle einleiten.
Ende
Mattenende
affenlaufen
Hinweise geben: Der Kopf berührt nicht die Matte! Zu Beginn der Rolle zwischen den Beinen nach hinten schauen. Über eine Seite rollen: Keine Turnerrolle über Kopf machen!
Schrittstellung, Arme nach vorn und hinten ausgestreckt (kein Hanmi): • Linker Arm und rechter Fuß vorn • Rechter Arm und linker Fuß hinten
Bewegung
Mach bewusst einige langsame Schritte. Erkunde, wie sich Hände und Füße versetzt bewegen und sich synchronisieren. Übertreibe dabei stark, damit die Bewegung groß und deutlich wird (Ampelmännchen).
Ende
Wie Ausgangsposition
Gyaku Hanmi – Ein Schritt auf der Stelle
Vorbereitung
Linker Hanmi mit nach vorn und hinten ausgestreckten Armen, Hände offen mit Daumen nach oben: • Linker Arm und linker Fuß vorn • Rechter Arm und rechter Fuß hinten Die Position bedeutet, dass du den Oberkörper mit ausgebreiteten Armen weit nach rechts öffnest.
Bewegung
Die folgenden Einzelbewegungen erfolgen koordiniert und fast gleichzeitig. Die gesamte koordinierte Bewegung ist wie ein Schritt auf der Stelle.
Dreh und öffne den Oberkörper maximal nach links. Diese Bewegung geht von der Körpermitte bzw. der Hüfte aus.
Synchronisiere die Arme dabei wie beim Gehen, d.h. beide Arme schwingen nach unten und dann nach vorn bzw. hinten.
Setz dabei schnell nacheinander die Füße an ihrer Position um, damit du stabil bleibst: 1. Linker Fuß öffnet (während der rechte Arm nach vorne schwingt). 2. Rechter Fuß schließt (während der linke Arm nach hinten schwingt).
In welcher Reihenfolge du die Füße umsetzt und ob du dabei den ersten Fuß ein Stück nach vorn bzw. nach hinten setzt, hängt auch von der konkreten Situation ab.
Ende
Gyaku Hanmi. Weil die Beine sich dabei leicht biegen, stehst du jetzt tief und stabil. Das Körpergewicht ruht möglichst gleichmäßig auf beiden Füßen. Der hintere ist in der Regel aufgestellt.
Kein Gewicht auf dem umsetzenden Fuß! Auch nicht gleichzeitig auf beiden Füßen drehen, weil das den Knien schadet. Siehe hierzu: schutz der knie. Wende das Bewegungskonzept welle am strand an. Das gilt insbesondere für Gyaku Hanmi in Aikido-Techniken, weil hier die Körperdrehung oft dynamisch und mit zusätzlicher Gewichtsbelastung durch Uke erfolgen kann.
Hanmi Gyaku Hanmi Undo 2
Das Hitoriwaza „Hanmi Gyaku Hanmi Undo 2“ kombiniert den „Schritt auf der Stelle“ mit Tenshin. D.h. nach Gyaku Hanmi gehst du zurück in Hanmi und machst dann Tenshin, wechselst also die Richtung. Aus dem Hanmi zur anderen Seite heraus machst du dann Gyaku Hanmi usw. Es sind also zwei getrennte Bewegungen, die im Übungsfluss scheinbar ineinander übergehen. Du könntest nach jeder Einzelbewegung aber auch etwas ganz Anderes machen!
Vergleiche die Erklärungen mit: K. Yoshigasaki, All of Aikido, S. 53-54. Der Schwerpunkt der hier vorgestellten Versionen von Gyaku Hanmi und Hanmi Gyaku Hanmi Undo 2 liegt auf der Schonung der Knie und der durchgängigen Kontrolle der Bewegung.
Beitrag von Joachim Galow
Die Übung setzt das Verständnis der Fußarbeit in welle am strand voraus!
Training der Schnelligkeit des Fußumsetzens
Üben der Fußarbeit bei Tenshin Undo
Gruppenübung
Vorbereitung
Aikidoka bilden nebeneinander stehend einen Kreis. 2 Armlängen Abstand lassen. Aikidoka drehen sich paarweise zueinander, so dass sie sich gegenüberstehen.
Bewegung
1. Hände schwingen nach oben: Abklatschen mit erstem Partner. Hände schwingen nach unten: Füße umsetzen (Richtungswechsel /Tenshin). 2. Hände schwingen nach oben: Abklatschen mit anderem Partner. Hände schwingen nach unten: Füße umsetzen (Richtungswechsel /Tenshin).
Aikidoka gibt Tempo und Rhythmus vor mit lautem Zählen und Hyoshigi (Klanghölzern) oder Tanto.
Zählen bei Abklatschen, Hyoshigi bei Umsetzern: „Ichi!“ klackklack. „Ni!“ klackklack. „Ichi!“ klackklack. „Ni!“ klackklack.“ usw. (ca. 10 Mal = 1 Durchgang)
Die Übenden können auch laut mitsprechen. So synchronisieren sich der Atem und die Bewegung noch besser.
Ende
Wie Ausgangsposition
Wie man im Video (hier: erster Übungsdurchgang) sehen kann, ist nicht gleich alles perfekt. Die Übung ist auch komplexer, als es auf den ersten Blick erscheint. Daher mehrere Durchgänge mit Korrekturpausen einplanen.
Unbedingt vorher die Fußarbeit bei Tenshin Undo erklären und üben (welle am strand). Die Übung macht sonst zwar Spaß, bringt aber nichts für Tenshin Undo. Es geht um den vollständigen Richtungswechsel mit maximalem Öffnen und Schließen der Füße.
Langsam beginnen, allmählich schneller werden. Genauigkeit geht vor Tempo.
Beobachten und unterbrechen, wenn Tenshin Undo bzw. das Fußumsetzen nicht exakt ausgeführt wird. Ggf. in der Mitte des Kreises nochmal vormachen. Dann mit langsamerem Tempo weiter.
Der Spaßfaktor und das hohe Bewegungsaufkommen führen erfahrungsgemäß zur Konzentration auf das Abklatschen. Daher auf exakter Fußarbeit bestehen, um folgende häufige Fehler* zu vermeiden: *Statisches Stehen mit Gesicht zur Kreismitte, nur die Hände schwingen mit dem Oberkörper. *Hände bleiben beim Richtungswechsel oben und schwingen hin und her. *Füße drehen mit Gewichtsbelastung oder öffnen / schließen unvollständig. *Richtungswechsel durch Hüpfen.
Der Unterschied zum Hitoriwaza ist, dass die Hände beim Abklatschen geöffnet sind. Hier geht es aber um die Koordination der Füße mit der Rumpfdrehung.
Beitrag von Joachim Galow
Neupositionierung der Füße bei Form- oder Positionswechseln
Vermeidung des Drehens der Füße unter Gewichtsbelastung
Leichtfüßigkeit bei Drehbewegungen des Körpers
Zum physiologischen Hintergrund der Übung siehe schutz der knie
Üben mit Hilfe des mentalen Bildes Welle am Strand
Vorbereitung
Hanmi am imaginierten Strand mit Blick zum Meer
Bewegung
Eine Welle rollt von vorn über deine Füße und bewegt sie nacheinander.
Sowie die Welle den vorderen Fuß erreicht: Fuß klappt nach innen (schließen), dabei Hauptgewicht auf dem hinteren Fuß. Sowie die Welle den hinteren Fuß erreicht: Fuß klappt nach außen (öffnen), dabei Hauptgewicht auf dem jetzt hinteren Fuß. Bewegungsablauf: siehe Video.
Die Füße bewegen so den Körper und bewirken den Richtungswechsel. Der Körper bleibt aufrecht. Angestrebt wird eine fließende, entspannte Bewegung. Es ist, als ob die Welle durch den Körper läuft. „Hörst“ du die Welle? Der akustische Höhepunkt liegt bei der Endposition.
Ende
Hanmi. Die Übung aus dieser Position neu beginnen. (Jetzt ist das Meer auf der anderen Seite…!)
welle am strand
Die Füße werdennicht gedreht, sondern stets in ihre neue Position umgesetzt (aus- bzw. einklappen, d.h. öffnen und schließen). Die Füße jeweils maximalöffnen und schließen, damit ein Nachrutschen der Füße unter Belastung vermieden wird. Damit wird erreicht, dass die Hüften drehen, nicht die Füße und Knie. Daraus resultiert, dass die Bewegung aus der Körpermitte kommt.
Das Hauptgewicht ist immer auf dem stehenden Fuß, niemals auf dem umsetzenden. Der Körper organisiert sich bei dieser Übung um eine imaginäre vertikale Achse herum, die außen vor dem Körper verläuft. Siehe dazu die Übung achse im raum.
Der Körper bleibt bei dieser Übung immer aufrecht und auf der gleichen Ebene. Manchmal zu beobachtender Fehler: Die Füße werden durch kurzes Hüpfen entlastet. Dabei erfolgt die Drehung oft nur teilweise in der Luft, so dass eine Drehbelastung des Knies entsteht, wenn der Fuß abspringt oder landet. Hüpfen und Drehen sollten deshalb möglichst nicht kombiniert werden. (Siehe zum Vergleich auch mattenfeger.)
Die Übung oft wiederholen. Die Geschwindigkeit langsam steigern, je nach Sicherheit und Grad der Entspannung, bis die Bewegung automatisch und blitzschnell abläuft.
Tipp für den Unterricht: Die Vorstellung einer Welle kann unterstützt werden, indem zwei weitere Partner einen Jo oder Ball auf der Matte hin und her rollen (siehe Video).
2 Aikidoka führen und stützen sich gegenseitig bei der halben Rolle rückwärts
Sicherheit bei der eigenen Bewegungsausführung entwickeln
Koordination der eigenen Bewegung mit der des Partners
Einüben der Synchronisation von Uke und Nage allgemein
Vorbereitung
Partner fassen sich über Kreuz an den Händen.
Bewegung
Partner machen zusammen eine halbe Rolle rückwärts, stehen gemeinsam auf und drehen sich um.
Mehrere Wiederholungen.
Ende
Wie Ausgangsposition
twins
Sicherheitshinweise geben: Das dem Partner zugewandte Bein einschlagen (sonst Kollisionsgefahr). Der Kopf berührt nicht den Boden. Nur bis zum Schultergürtel rollen!
Beitrag von Iris Scanlon
Koordination der eigenen Bewegung beim Rollen
Synchronisation der Bewegung mit dem Partner
Partner führen und stützen sich gegenseitig
Entwicklung des Raumgefühls für die eigene Bewegung
Selbstvertrauen bei der großen Rolle
Fehlervermeidung: Ist die Vorwärtsrolle zu zaghaft, landet man auf der Schulter (Verletzungsgefahr).
Vorbereitung
A sitzt im Agura, B steht vor A
Bewegung
A (sitzend) legt Hände locker hinter Arme von B, macht halbe Rolle rückwärts. B (stehend) legt Hände locker auf die Schultern von A, rollt vorwärts über A.
B wählt bei der Annäherung an A die Seite für die Vorwärtsrolle aus (Hanmi).
Ende
A sitzt im Agura, B steht hinter A
tumbleweed
A rollt klein, um Platz zu lassen. Führt dabei die Arme des Partners. B rollt groß, um über den Partner zu kommen (Übungseffekt: Mutig abstoßen!). B stützt dabei seine Arme auf die Schultern von A.
Gruppenübung A sitzen in einer Reihe hintereinander. Mindestens 3 Matten Abstand lassen! B rollen aus dem Stand nacheinander über alle A hinweg. (Es entsteht der tumbleweed–Effekt*). Danach wechseln.
*Tumbleweed („Taumelkraut“) , sog. Bodenläufer, rollt mit dem Wind über Steppen. Bekannt aus vielen Westernfilmen und „The Big Lebowski“.
Beitrag von Iris Scanlon
Erlernen durch eine Drehung rückwärts zu fallen. Dies kann auch mit etwas Übung aus dem Gehen heraus geschehen. (Letzteres ist nicht im Video).
Bewegungsfluss kann mit Blickrichtung unterstützt werden.
Vorbereitung
Stand oder Sitzen auf Stuhl, Bank, o.ä.
Bewegung
Ein Knie wird nach innen zum Boden geführt. Die daraus entstehende Schraube des Beckens wird weitergeführt. So dreht sich die Person, während sie zu Boden geht. Es erfolgt eine Rückwärtsrolle oder einfaches Abrollen über den Rücken (Kohotento undo).
Ende
Handachi oder Stand
Der Abstand zwischen den Füßen sollte weit genug sein, so dass das nach innen gedrehte Knie den Boden berühren kann.