- Erlernen der Vorwärtsrolle unter leichten Bedingungen (geringe Höhe)
- Koordination von Blickführung und Armbewegung
- Erlernen der Vorwärtsrolle, ohne nach vorne zu schauen
- Twist im Rumpfbereich
- Rückenflexion und Schutz des Kopfes
| Vorbereitung | Seiza (Fersensitz) |
| Bewegung | Stütze beide Arme seitlich auf den Boden, so dass ein „Fenster“ entsteht. Mach einen „Katzenbuckel“ und lege das Kinn auf der gleichen Seite auf die Brust, so dass du zwischen den Armen durch das „Fenster“ nach hinten schaust. Dann fahre mit dem körpernahen Arm und dem Kopf durch das „Fenster“ hindurch und strecke dabei das Bein auf dieser Seite. Stell dir vor, du schiebst mit der Hand das Knie nach hinten. Stoß dich mit den Zehen ab und rolle dich über Schulter und Rücken ab. Schlage dabei das gestreckte Bein ein. Wichtig: Mach dich dabei so rund und klein wie möglich und halte das Kinn seitlich auf die Brust gedrückt. Schau nicht nach vorn. Der Kopf soll den Boden nicht berühren. So kommst du ohne Anstrengung wieder in die Ausgangsposition. Vergleiche: regenwurm und tunnelblick. |
| Ende | Seiza (Fersensitz) |
Ein Vorteil der Übung liegt darin, dass der Ablauf langsam, gleichsam Schritt für Schritt, ausgeführt und erlernt werden kann. Außerdem werden die Angst vor dem Fallen und das Verletzungsrisiko reduziert, weil weniger Körpergewicht auf dem Kontaktpunkt zum Boden lastet. Die Übenden lernen, sich beim Rollen an den Boden anzuschmiegen, statt sich von ihm abzustoßen.
Die Übung sollte deshalb erst dann aus dem Stand oder der Bewegung heraus ausgeführt werden, wenn das Bewegungskonzept aus dem Seiza heraus vollständig und flüssig beherrscht wird und internalisiert ist, also quasi unbewusst und automatisch ausgeführt wird.
Beitrag von Iris Scanlon (Konzept und Video) und Joachim Galow (Texte)