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Anfänger

  • Einfache Übung, um dynamisch vom Shizentai aus in Gyaku Hanmi zu gelangen.
  • Kann auch vom Hanmi aus erfolgen (im Video nicht gezeigt).
  • Trainiert die dynamische Fußarbeit, z.B. für die Aufnahme bei Yokomenuchi Shihonage.
Vorbereitung Im natürlichen Stand (Shizentai) wird ein Jo mit einer Hand senkrecht vor der Körpermitte gehalten. 
BewegungDer Jo wird losgelassen und mit umgedrehter Hand (Pronation) im senkrechten Fallen gefangen. Die Bewegung durch den ganzen Körper gehen lassen, so dass ein Sprung in den Gyaku Hanmi erfolgt.
EndeRückkehr zur Ausgangsposition und Handwechsel. Mehrmals ausführen.

Beitrag von Roland Klimpel

  • Sensibilisierung für die natürliche Fallgeschwindigkeit
  • Hilft ungemein, Arm und Körper „fallen zu lassen“, anstatt mit viel Spannung nach unten zu greifen und zu bücken.
Vorbereitung A steht im Shizentai und hält mit einer Hand den Jo, der vor der Körpermitte am Boden steht.
BewegungA löst die Hand und begleitet den nun fallenden Jo mit der Hand.
Wichtig: Die Hand hält Kontakt, ohne zu greifen!
EndeA kehrt in die Ausgangsposition zurück. Beliebig oft wiederholen.

Gute Übung für die Aufnahme des Angriffs bei vielen Techniken. Zum Beispiel bei der Tenshin-Aufnahme bei Katate-tori: Nages Arm und Körper können lernen zu fallen, anstatt zu ziehen.

Beitrag von Roland Klimpel

  • Koordination
VorbereitungEine Matte wird auf Tennisbälle gelegt. Aikidoka steht auf der Matte.
BewegungPartner bewegt die Matte horizontal auf den Tennisbällen in verschiedene Richtungen. Aikidoka hält die Balance.
EndeWie Vorbereitung
Vorbereitung
wackelmatte

Kann auch Teil eines Kinderparcours sein, bei dem verschiedene Aufgaben (wie hier: gehen durch einen Sumpf) zu lösen sind. Siehe auch: pendel des schreckens.

Beitrag von Roland Klimpel

  • Wahrnehmung von Bewegung in der Peripherie
  • Schulung der Aufmerksamkeit für den ganzen Raum
  • Fixierung auf Einzelheiten wird vermieden
VorbereitungEine Person steht zwischen 2 weiteren Personen im Abstand von mindestens je 2 Armlängen. Alle Personen stehen fast auf einer Linie, die beiden äußeren nur wenig vor einer Linie, die quer zu den Zehenspitzen der mittleren Person geht.
BewegungDie äußeren Personen machen kleine Bewegungen. Die Person in der Mitte, blickt entspannt geradeaus und zeigt an, auf welcher Seite sie Bewegung wahrnimmt.
EndeNach 6-8 Mal erfolgreichen Anzeigens.
space mind

Nicht nur bei Anfängern wichtig: Ab und an Kontrolle durch eine vierte Person, die in genügend Abstand vor der mittleren Person steht, ob der Blick wirklich geradeaus gerichtet bleibt.

Bei dieser Übung wird Bewegung in der Peripherie wahrgenommen. Das schult, die Aufmerksamkeit im ganzen Raum zu haben und sich nicht auf Einzelheiten fixieren zu lassen. Denn Letzteres ist ja ein beliebtes Mittel nicht nur bei Taschendieben und Trickbetrügern, sondern auch bei Gewalttätern.

Beitrag von Roland Klimpel

  • Partnerübung für Shikko Undo
  • Koordination und Rhythmik aufeinander einstimmen
  • Partner harmonisieren ihre Bewegungen
  • Körperspannung und Koordination
  • Bewegung in kontrollierter Dynamik üben
Vorbereitung2 Partner hintereinander, verbunden durch 2 Jo (in jeder Hand eines)
BewegungFortbewegung auf der Matte im Shikko. Varianten:
1. Vorwärts und rückwärts laufen.
2. Ein Partner führt vorwärts oder rückwärts bzw. im Wechsel.
3. Keiner führt.
4. Ein Partner oder beide schließen die Augen bzw. im Wechsel.
5. Positionen vorn und hinten tauschen.
6. Partner gegenüber oder hintereinander.
7. Alle Varianten auch ohne Jo.
EndeWie Vorbereitung
lokomotive

Beitrag von Iris Scanlon

  • „Timber!“ kommt aus dem amerikanisch/kanadischen Holzfällerjargon und heißt so viel wie „Baum fällt!“ Also, schnell weg!
  • Neben dem Timing übst du hier auch ein dynamisches Tenshin.
  • Übung für einfaches Timing ohne Partner
  • Folgeübung: timber! 2
VorbereitungA steht im Hanmi. A hält den Jo mit der vorderen Hand so leicht schräg, dass der Jo vor A steht und auf A zugeneigt ist.
BewegungA lässt den Jo los. „Timber!“ A springt mit Tenshin-Bewegung so zur Seite, dass ein 180° Richtungswechsel entsteht. 
EndeA fängt den fallenden Jo mit sicherem Stand, bevor er ganz auf dem Boden landet.
Variiere die Höhe, auf der der Jo gefangen wird.

Beitrag von Roland Klimpel

  • Ma Ai (immer gleichen Abstand halten, auch in der Dynamik)
  • Kontakt zum Partner halten
  • Orientierung im Raum
  • Gefühl für den eigenen, sicheren Raum
  • Üben des Tenshin-Schritts (ursprünglich: Tenkan Undo)
  • Üben des unbeugsamen Arms
Vorbereitung2 Partner stehen sich z.B. im linken Hanmi gegenüber. Der linke Arm wird locker, aber mit Ki ausgestreckt (unbeugsamer Arm). Die Hand hat dabei die Form Te Katana (Hand wie ein Schwert, kleine Fingerseite stabil). 
BewegungWährend der Tenshin-Bewegung, bei der die beiden Partner die Plätze tauschen, kommt die linke Hand an den Platz der rechten Hand und übernimmt den Kontakt. Der unbeugsame Arm und Te Katana werden die ganze Zeit aufrechterhalten. 
EndeWie Vorbereitung, Positionen vertauscht.
tenshin hanmi dance

Beitrag von Iris Scanlon

  • Stressfreie Basisübung für Timing mit vielen Variationsmöglichkeiten
  • Der Titel lässt ahnen, dass sich die Übung besonders gut für Kindergruppen eignet.
VorbereitungDer / die Unterrichtende fertigt ein Pendel so: Ein Softball wird in einen Beutel gesteckt und der Beutel mit einem Gürtel o.ä. an den Halteschlaufen verlängert.
BewegungVariante 1: A lässt das Pendel in gutem Abstand vor B quer zu Bs Bewegungsrichtung pendeln. B muss nun den richtigen Moment abpassen, durchzugehen, ohne vom Pendel getroffen zu werden
Variante 2: B muss mit Taisabaki (Richtungswechsel) durchgehen.
Variante 3: A lässt das Pendel in Richtung auf B pendeln. B muss rückwärtsfallend dem schrecklichen Pendel entkommen.
EndeB gelangt, ohne getroffen zu werden, auf die andere Seite.
Ball + Gurt + Tasche = Pendel
pendel des schreckens

Bei Kindergruppen sollte man den Schrecken des Pendels fantasievoll illustrieren („Wenn du getroffen wirst, wird ekliger, grüner Schleim aus dem Pendel quellen und dich einschleimen …“ o.ä.) So ein Pendel kann auch Teil eines Parcours sein, bei dem verschiedene Aikidoaufgaben zu lösen sind.

Beitrag von Roland Klimpel

  • Erlernen der halben Rolle rückwärts (Koho Tento Undo)
  • Entwickeln von Schwung zur Rückwärtsrolle
  • Motivation und viel Bewegung durch Ballspiel (besonders im Kindertraining)
VorbereitungA sitzt mit dem Rücken zu B und hält Ball mit den Füßen.
BewegungVariante 1: A wirft den Ball mit den Füßen rückwärts. B fängt den Ball und wirft ihn zurück (siehe Video).
Variante 2: Beide Partner werfen mit den Füßen. Sie müssen sich dann jeweils umdrehen, um den Ball zu fangen.
Variante 3 (Einzelübung): A wirft den Ball mit den Füßen rückwärts an eine aufgestellte Matte oder Wand und holt sich den Ball selbst zurück.
EndeWie Vorbereitung
affenball

Darauf achten, dass der Ball in hohem Bogen geworfen wird, damit die Füße möglichst nach oben zeigen (siehe Video). Man kann auch ein „Netz“ (z.B. mit Seil oder Jo) improvisieren, über das der Ball gehen muss. Wenn der Ball zu flach geworfen wird, zeigen die Füße nach hinten. Das würde jedoch die Rückwärtsrolle erschweren.

Beitrag von Roland Klimpel

  • Sensibilisierung für den Umgang mit dem „persönlichen Raum“
  • Wichtig für das Verständnis der Tenshin-Bewegung
VorbereitungA steht mit Armen in Vorhalte gerundet, als ob er einen großen Gymnastikball umfasst (dies symbolisiert den „persönlichen Raum“). A ist die Boje. B formt ein Dreieck mit den Armen in Vorhalte, mit den Handkanten nach vorne zeigend. B ist das Schiff.
BewegungDas Schiff bewegt sich auf die Boje zu. Bei Kontakt rotiert A seitlich an B vorbei, ähnlich wie „eine Boje auf dem Wasser schwimmend“. (Bewahre deinen Raum!)
EndeDie Boje dreht, bis sie das Schiff wieder im Blick hat.
schiff und boje

Vermeide als Boje, das Schiff mit dem Blick zu fixieren, denn dann wird dich das Schiff eher vor sich her schieben! Der „Bojenblick“ geht bei Kontakt zusammen mit der Körperdrehung in Richtung des „Schiffblickes“.

Die Übung kann auch als Gruppenübung mit beliebig vielen Partnern durchgeführt werden.

Beitrag von Roland Klimpel

  • Übung für Udemawashi Undo, Anwendung in vielen Aikido-Techniken
  • Arme fallen ohne Druck in der natürlichen Fallgeschwindigkeit
VorbereitungÜbende/r steht im Shizentai und hält ein Objekt (z.B. Tennisball) in einer Hand über Kopf, Handfläche nach unten gerichtet.
BewegungÜbende/r lässt den Ball los, die Hand fällt mit dem Ball nach unten und greift ihn in der tiefsten Position.
Variation: A lässt auch den Körper mit fallen und fängt nun den Ball mit gebeugten Knien.
EndeDer Abwärtsschwung wird so genutzt, dass die Ausgangsposition (Hand mit Ball über Kopf) mühelos erreicht wird.
free fall

Das Timing folgt der natürlichen Fallgeschwindigkeit. Den Körper mit diesem natürlichen Rhythmus zu bewegen, hilft bei vielen Aikidotechniken, nicht nur wo Udemawashi Undo mit im Spiel ist.

Beitrag von Roland Klimpel

  • Sensibilisierung für den anatomisch bedingten Bewegungsraum
  • Erkunden und Abtasten des möglichen Handlungsraums
VorbereitungAikidoka steht im Shizentai und hat ein Objekt auf der Handfläche. Es symbolisiert ein kleines Tablett, auf dem eine Schale Tee steht. 
BewegungAikidoka bewegt das „Tablett“ nach hinten, nach oben, über den Kopf nach vorn. Aikidoka muss sich so organisieren, dass die Teeschale nicht vom Tablett fällt, im Idealfall, dass auch kein Tee verschüttet wird. Außerdem hält A den Blick immer auf die Hand mit dem Objekt (Tablett mit Teeschale) gerichtet. Die Füße bleiben an Ort und Stelle.
A kehrt dann die Richtung um.

Variation (Der martialische Kellner)
Aikidoka bewegt die Hand ohne Objekt. Die Hand bleibt immer geöffnet. Wenn die Hand über Kopf nach unten führt, drückt er die Handfläche nach unten, bewegt drückend zur gegenüberliegenden Hüfte und führt die Hand wieder aufwärts mit nach außen gerichteter Handfläche über Kopf zurück nach hinten und so wieder in die Ausgangsposition.
Auch hier kann dann die Richtung umgekehrt werden.
Die Bewegung kann wahlweise auch mit weitem Stand ausgeführt werden. 
EndeDie Bewegung endet in der Ausgangsposition.
kellner

Die Kellnerbewegung hilft zu verstehen, dass eine Bewegung durch den ganzen Körper geht. Sie ist eine kreative Anwendung der „Öffnen-Schließen-Bewegung“ der Arme mit der Maßgabe, dass dadurch alle Körpersegmente gefordert sind ihren Teil zur Gesamtbewegung beizutragen.

Beim martialischen Kellner steht die Organisation von Handflächen und Unterarmen im Vordergrund. Ein Gefühl, als würde ein starker „Ki-Strom“ aus den Handflächen nach außen gehen, verhilft zu einem „Raumbeherrschen“: Ich erkunde, welche Raumbereiche ich mit sicherem Stand und guter Selbstorganisation erreiche, wenn meine Füße am Ort bleiben.

Beitrag von Roland Klimpel

  • Zeigt, welche Raumquadranten für eine Technik wie Ikkyo genutzt werden können.
  • Schult das räumliche Antizipieren von Bewegungen mit Uke.
  • Einfache Raumeinteilung in die Richtungen nach vorn, rechts, links und hinten
VorbereitungNage beginnt im Hanmi, hält Uke im Kosatori (z.B. Nages rechte Hand hält Ukes rechte Hand, bereit für Ikkyo). 
BewegungNage führt Uke mit Ikkyo zu Boden. Nacheinander „nach vorn“, „nach rechts“, „nach links“ und „nach hinten“.
Alle 4 Richtungen beginnen mit der gleichen Handkonfiguration (siehe Ausgangsposition).
EndeWie Vorbereitung. Danach Rollentausch.
ikkyo quartett

Die Richtungen nach vorn und zu der Seite, wo Nage Ukes Arm hält, sind wir aus dem klassischen (Ki-) Aikido gewohnt. Zur anderen Seite und auch nach hinten sind alte Formen des Aikido. Sie sind nicht so harmonisch für Uke. Sie ergeben sich aber nicht selten, wenn man mit unerfahrenen Anfängern Ikkyo übt/probiert.

ACHTUNG: Manche Partner lassen sich nach hinten fallen. Hier ist Verletzungsgefahr, wenn Nage nicht sorgsam mitgeht und Ukes Arm Freiraum gibt.

Beitrag von Roland Klimpel

  • Die „Stopp-Übung“
  • Für den klassischen Abstand (Ma-Ai) zwischen zwei Aikidoka.
  • Sensibilisierung von Distanzwahrnehmung
  • Hilft, den „persönlichen Raum“ zu schützen. Gerade in großstädtischer Betriebsamkeit wird unser natürliches  Gefühl von Distanz „überschrieben“. Diese Gefühl lässt sich aber „wieder erwecken“.
VorbereitungZwei Personen (A und B) stehen sich in einiger Entfernung gegenüber.
BewegungA geht auf B zu. B sagt „Stopp!“ und zeigt eindeutige Geste, wenn A zwei Armlängen von B entfernt ist.
Wichtig für B: Bewahre deinen Raum! Ändere die eigene Position möglichst nicht (z.B. nach vorn oder hinten).
EndeA testet B in Bezug auf den „unbeugbaren Arm“ und die Standsicherheit.
my space

Auch die Stimme ist wichtig! Sie sollte „aus dem Bauch“ kommen. Wenn das schwierig ist: Atemübung/Bauchatmung hilft, ebenso Zählübungen mit der Stimme aus dem Bauch.

Beitrag von Roland Klimpel

  • Sensibilisierung für den klassischen Abstand zwischen dir und Objekten
VorbereitungPerson A steht vor einer (durch einen Jo oder eine Mattenkante) symbolisierten Grenze (Bahnsteigkante/Abgrund). Der Abstand sollte mindestens eine halbe Körperlänge betragen!
BewegungVariante 1: A beugt schnell in der Hüfte, setzt die Hände fußnah auf den Boden und streckt den Körper nach hinten. A gelangt auch schnell wieder nach oben.
Variante 2: B nähert sich A von seitlich hinten und versetzt A einen Stoß im Schulterbereich nach vorn.
ACHTUNG: B darf nicht direkt hinter A stehen, denn A knickt wieder in der Hüfte ab und gelangt mit den Händen nah an den Füßen zu Boden und nach hinten.
EndeA gelangt wieder zum Stehen.
touchdown

Beitrag von Roland Klimpel

  • Gruppenübung von backkick
  • Einüben des Schwungs, dabei kontrollierte Beinführung
  • Beim Rollen an vertikale (nicht horizontale) Bewegung denken
  • Spaß und Kontakt in der Gruppe
VorbereitungMehrere Aikidoka bilden einen Kreis,
Agura mit dem Rücken zur Mitte
BewegungAlle machen synchron die halbe Rolle rückwärts. Die Füße treffen in der Mitte zusammen.
Dann zurückrollen.
EndeAgura mit dem Rücken zur Mitte

Ein Aikidoka gibt das Signal zum Rollen.
Beide Füße sollen nach oben in die Mitte zielen. 

Der Abstand zur Mitte sollte nicht zu groß sein, damit die Bewegung nicht horizontal wird.

lotusblume

Beitrag von Iris Scanlon

  • Vorbereitung der Rückwärtsrolle
  • Fehlervermeidung: Vertikale statt horizontale Bewegung
  • Ziel für die Füße bei der Rückwärtsrolle: Kick nach hinten oben (Schwung)
  • Einüben des Schwungs, dabei kontrollierte Beinführung
  • Spaß und Kontakt in der Partnerübung
Vorbereitung2 Aikidoka sitzen im Agura mit dem Rücken zueinander, ca. zwei Beinlängen Abstand
BewegungPartner machen synchron die halbe Rolle rückwärts. Die Füße treffen in der Mitte zusammen. 
Dann zurückrollen.
EndeWie Ausgangsposition
backkick

Der Abstand zur Mitte sollte nicht zu groß sein, damit die Bewegung nicht horizontal wird.

Ein Aikidoka gibt das Signal zum Rollen.
Beide Füße sollen nach oben in die Mitte zielen. 

Beitrag von Iris Scanlon

  • Rückwärtsrolle aus geringer Höhe
  • Rollangst abbauen
  • Dem Körper vertrauen lernen
  • Nicht nachdenken – die Rolle „geschehen lassen“
  • Dynamik beim Rollen entwickeln
  • Stärkung der Arme und Schultern
  • Spaß an der Bewegung
VorbereitungAikidoka sitzt am Mattenrand mit dem Rücken zur Mattenfläche. Die Beine sind aufgestellt. Die Hände stützen den Körper nach hinten ab.
BewegungKörpermitte anheben und auf Händen und Füßen rückwärts laufen.
Aus der Dynamik der Rückwärtsbewegung heraus über eine Seite rollen.
Aus der Rolle herauskommend sofort auf Händen und Füßen weiterlaufen – nächste Rolle einleiten.
EndeMattenende
spinnenlaufen

Beitrag von Iris Scanlon

  • Vorwärtsrolle aus geringer Höhe
  • Rollangst bei der Vorwärtsrolle abbauen
  • Dem Körper vertrauen lernen
  • Nicht nachdenken – die Rolle „geschehen lassen“
  • Dynamik beim Rollen entwickeln
  • Spaß an der Bewegung
VorbereitungAikidoka steht auf Händen und Füßen an einem Ende der Matte.
BewegungAuf Händen und Füßen vorwärts laufen und aus der Dynamik der Bewegung heraus vorwärts rollen.
Aus der Rolle herauskommend sofort auf Händen und Füßen weiterlaufen – nächste Rolle einleiten.
EndeMattenende
affenlaufen

Hinweise geben:
Der Kopf berührt nicht die Matte!
Zu Beginn der Rolle zwischen den Beinen nach hinten schauen.
Über eine Seite rollen: Keine Turnerrolle über Kopf machen!

Beitrag von Iris Scanlon

  • Die Übung setzt das Verständnis der Fußarbeit in welle am strand voraus!
  • Training der Schnelligkeit des Fußumsetzens
  • Üben der Fußarbeit bei Tenshin Undo
  • Gruppenübung
VorbereitungAikidoka bilden nebeneinander stehend einen Kreis. 2 Armlängen Abstand lassen. Aikidoka drehen sich paarweise zueinander, so dass sie sich gegenüberstehen.
Bewegung1. Hände schwingen nach oben: Abklatschen mit erstem Partner. Hände schwingen nach unten: Füße umsetzen (Richtungswechsel /Tenshin).
2. Hände schwingen nach oben: Abklatschen mit anderem Partner. Hände schwingen nach unten: Füße umsetzen (Richtungswechsel /Tenshin).

Aikidoka gibt Tempo und Rhythmus vor mit lautem Zählen und Hyoshigi (Klanghölzern) oder Tanto.

Zählen bei Abklatschen, Hyoshigi bei Umsetzern:
„Ichi!“ klackklack. „Ni!“ klackklack. „Ichi!“ klackklack. „Ni!“ klackklack.“ usw. (ca. 10 Mal = 1 Durchgang)

Die Übenden können auch laut mitsprechen. So synchronisieren sich der Atem und die Bewegung noch besser.
EndeWie Ausgangsposition

Wie man im Video (hier: erster Übungsdurchgang) sehen kann, ist nicht gleich alles perfekt. Die Übung ist auch komplexer, als es auf den ersten Blick erscheint. Daher mehrere Durchgänge mit Korrekturpausen einplanen.

Unbedingt vorher die Fußarbeit bei Tenshin Undo erklären und üben (welle am strand). Die Übung macht sonst zwar Spaß, bringt aber nichts für Tenshin Undo. Es geht um den vollständigen Richtungswechsel mit maximalem Öffnen und Schließen der Füße.

Langsam beginnen, allmählich schneller werden. Genauigkeit geht vor Tempo.

Beobachten und unterbrechen, wenn Tenshin Undo bzw. das Fußumsetzen nicht exakt ausgeführt wird. Ggf. in der Mitte des Kreises nochmal vormachen. Dann mit langsamerem Tempo weiter.

Der Spaßfaktor und das hohe Bewegungsaufkommen führen erfahrungsgemäß zur Konzentration auf das Abklatschen. Daher auf exakter Fußarbeit bestehen, um folgende häufige Fehler* zu vermeiden: *Statisches Stehen mit Gesicht zur Kreismitte, nur die Hände schwingen mit dem Oberkörper. *Hände bleiben beim Richtungswechsel oben und schwingen hin und her. *Füße drehen mit Gewichtsbelastung oder öffnen / schließen unvollständig. *Richtungswechsel durch Hüpfen.

Der Unterschied zum Hitoriwaza ist, dass die Hände beim Abklatschen geöffnet sind. Hier geht es aber um die Koordination der Füße mit der Rumpfdrehung.

Beitrag von Joachim Galow